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Das Leben in Kolokani (de)

 

Im Februar 2004 waren Mitglieder des Komitees Kolokani aus Haßloch und der Groupe Mali von Viroflay
nach Mali gereist, mit ihnen der Architekt Kenn Schwarzbart aus Neustadt, der das Leben der Menschen in
Kolokani so beschreibt : (Auszug aus den Heimatblättern 2006)

Das häusliche Leben findet im Hof statt. Dort werden alle täglichen Arbeiten und Verrichtungen wie das
Kochen, Essen, Waschen unter freiem Himmel erledigt. Anstelle hiesiger hoch technisierter Küchen mit
Kühlschrank, Backofen, Mikrowelle und sonstigem Gerät gibt es einige Kochtöpfe, archaische offene Feuer stellen, die mit Holz betrieben werden, welches es zwar zu kaufen gibt, aber aus ökonomischen Gründen selbst aus der
Savanne geholt werden muss. Bunte Eimer und Blechschüsseln
ersetzen unsere Spülmaschinen. Insgesamt ist der Gerätestand
sehr überschaubar, und schon ein einfaches
Schneidebrett würde den Frauen ihre Arbeit erleichtern. Sie
sind täglich stundenlang mit der Versorgung der teils sehr
großen Familie beschäftigt. Das beginnt schon mit dem
Wasserholen, wofür in der Regel der Gang zum nächsten
Brunnen erforderlich ist, wo mit Muskelkraft das lebensnotwendige
Nass direkt aus der Erde gefördert werden
muss. Der Abtransport verlangt dem Europäer Respekt ab.
Der zirka 20 Liter fassende Eimer wird hochgewuchtet, auf
dem Kopf abgesetzt und verbleibt dort, frei balanciert bis
zum Ziel. Die Mütter haben ihre Jüngsten immer und überall
auf dem Rücken mit dabei, egal ob sie waschen, kochen,
Wasser holen, Lasten tragen, arbeiten oder tanzen. Fünf bis
zehn Kinder bekommt eine malische Frau im Durchschnitt.
Trotz der aus hiesiger Sicht sehr bescheidenen und sehr
mühsamen Lebensverhältnisse war die Offenheit, die Neugierde
und die Lebensfreude der Menschen beeindruckend,
mit der sie die „exotischen“ Besucher aus Europa empfangen
haben.

   
 
 
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